07.09.2016

Bye-bye, au revoir, adios


Klasse 12A

"Yes, we can" wurde in der Rede der Schulleiterin Bernadette Hackauf im Restaurant Oberhaus abgewandelt zu "Yes, you can!" Die mehr als 130 Gäste – Eltern, Freunde und Absolventen – hörten, dass der Weg dahin manchmal hart und schwierig war, es waren Anstrengung, Nachhaltigkeit und Einsatz gefragt.

Aber dieser Jahrgang der Fremdsprachenkorrespondenten hat sich als besonders tüchtig und leistungsstark erwiesen. Einige nahmen das Angebot wahr, parallel zu dem Berufsabschluss zum Fremdsprachenkorrespondenten das Fachabitur zu machen, andere nahmen am Drei-Sprachen-Programm mit Englisch, Französisch und Spanisch teil. Schöne Erinnerungen gibt es an die Reise nach England, die von den Schülern gestaltete Weihnachtsfeiern, die Sprachpatenschaften zusammen mit jungen Spaniern oder Auftritte in dem mehrsprachigen Sketch "With or without". "Was uns von den Lehrern mit auf den Weg gegeben wurde: Wir sollen das Wort mit "SCH" nicht in den Mund nehmen und wir sollen die heißen Höschen aus unseren Kleiderschränken verbannen" – so die Schülersprecherin der Fremdsprachenschule Annika Lachhammer. "Außerdem haben wir alles zum Thema Kann- und Muss-Kommas gelernt, wir wissen, dass "Backshift" nicht unbedingt eine Taste beim Computer ist. Was aber wahrscheinlich viel wichtiger ist, sind die menschlichen Lehren, die wir aus den zwei Jahren mitgenommen haben: Von unseren Muttersprachlern haben wir gelernt, dass Sprache nicht nur Vokabeln und Grammatik sind. Sprache ist eine Lebenseinstellung, eine Art, die Welt zu sehen. Sprache ist Teil deines Charakters. Und somit haben wir in den beiden Jahren unsere Weltsicht ein großes Stück erweitert und unseren Charakter gestählt." Die Klassenleiterinnen Ana Barro aus England und Barbara Nuffer aus Kalifornien verabschiedeten "ihre" Klassen mit persönlichen Wünschen auf Kärtchen und emotionalen Rückblicken und gaben die Staatspreise aufgrund herausragender Leistungen an Christina Höfler mit der Durchschnittsnote 1,1, sowie an Silvie Weimar und Judith Steil, beide mit 1,3. Bei dem Abschluss der Eurokorrespondenten im Panorama-Restaurant Fürstenzell hingegen war laut Schulleiterin Bernadette Hackauf Inventurtag. Im intensiven kaufmännisch-wirtschaftlichen Teil der Ausbildung auf Deutsch, Französisch und Spanisch haben sie beispielsweise gelernt, dass Inventur durch Zählen, Wiegen und Messen stattfindet. Die Lehrer haben in den letzten Wochen die Punkte gezählt, abgewogen, ob die "Euros" es geschafft haben und festgestellt, dass sich im "Gehirnlager" viel werthaltige Substanz angesammelt hat. Optisch untermalt wurde der Abend durch den TRP1-Film zur Videobewerbung als Projekt der spanischen Euros unter der Leitung von Michele Scholten-Pi, ein Video über eine Betriebsbesichtigung in Málaga und Fotos zur Nizza-Reise, kommentiert durch Französisch-Lehrerin Cécile Schlabach, gefolgt von einem emotionalen Rückblick der Klassensprecherin Saskia Steiger, die ihren Lehrern ein Gedicht widmete. Es folgten besinnliche Worte der Klassenleiterin der Französisch-Klasse Sigrid Delobel und spritzige Worte der Klassenleiterin der spanischen Klasse Monserrat Ruiz-Augustin. Die Staatspreise wurden vergeben an Elisabeth Hiemann mit einem Durchschnitt von 1,1, die in Kürze eine Stelle im Auswärtigen Amt antreten wird, sowie Corinna Stockbauer mit 1,3. Wehmütig mit ein paar Tränen mussten die spanischen "Euros" ihre Lehrerin und Knödelliebhaberin Michele Scholten-Pi verabschieden, die zurück in ihre Heimat Barcelona geht. Die Fremdsprachenschule der BAP bietet die zweijährige Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und ein Aufbaujahr zum Eurokorrespondenten an, Abiturienten mit zwei lebenden Fremdsprachen können um ein Jahr verkürzen. Einige Plätze für das Schuljahr 2016/17 sind noch frei. − red

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Klasse 12B