16.05.2019

JA zu Europa

... das sagt die BAP Fremdsprachenschule Passau.


Passauer Neue Presse - 16.05.2019

aic/Foto:Jäger
Um das vor den EU-Wahlen zu symbolisieren und andere dazu zu motivieren, wählen zu gehen, haben sich die angehenden Fremdprachenkorrespondeten zu einem großen „Ja“ formiert. „Wir als Fremdsprachenschule wollen natürlich ein stabiles Europa, auch in Zukunft“, sagt die Schulleiterin Bernadette Hackauf.

Viele Schüler würden nach dem Abschluss im internationalen Kontext in verschiedenen Ländern – meist in Europa – arbeiten. Die EU erleichtere den Zugang zum Arbeitsmarkt anderer Länder sowie die Zusammenarbeit mit europäischen Unternehmen, so Hackauf. Zudem sei es beispielsweise finanzschwachen Schülern der BAP dank EU-Fördergeldern möglich, während der Ausbildung ein dreiwöchiges Praktikum in Irland zu absolvieren. „Wir sollten vor allem aus der Brexit-Abstimmung unsere Lehren ziehen und zum Wählen gehen“, sagt Hackauf.

Was Europa und die EU für sie bedeutet und warum sie am 26. Mai zur Wahlurne gehen werden, haben vier BAP-Schüler der PNP erzählt.

Ben Klaster (19): „Die EU hat mir bisher einiges ermöglicht. Ich konnte an Schulfahrten in Länder wie Tschechien, Frankreich teilnehmen und ein dreiwöchiges Praktikum in Irland machen, was dank Förderung sehr günstig war. Für die kulturelle Bildung junger Menschen finde ich solche Erlebnisse in anderen Ländern wichtig. Ich weiß, dass die EU für mich auch in Zukunft hilfreich sein wird."

Vanesa Scheuringer (18): „Ich freue mich, dass ich jetzt zum ersten Mal wählen gehen und dadurch Einfluss nehmen kann. Es ist wichtig, so eine Chance zu nutzen. Beim Brexit waren viele junge Menschen nicht wählen und sind nun vom Ergebnis enttäuscht. Für manche, ist das, was wir haben und wie wir leben, selbstverständlich – was es aber definitiv nicht ist."

Florian Haas (24): „Natürlich kann man die EU kritisieren, was in einer Demokratie auch wichtig und richtig ist. Das System EU mit all seinen Macken ist ausbaufähig, aber gut. Ich bin dafür dankbar, dass sie existiert und den Europäern Frieden, Freiheit, offene Grenzen und vieles mehr ermöglicht." “

Nora Kretschmer (31): „Ich habe selbst einige Jahre in Spanien gelebt und den Schulabschluss dort gemacht, der dann in Deutschland ohne Probleme anerkannt wurde. Vielen ist nicht bewusst, wie stark die Entscheidungen der EU einen im alltäglichen Leben beeinflussen. Egal ob in der Schule, in der Arbeit oder beim Einkaufen. Wählen ist meiner Meinung nach ein Privileg, das man nutzen sollte. Dabei denke ich auch an meine kleine Tochter und daran, wie ich ihr die Welt überlassen möchte."